Wie Augenringe entstehen – und was Du dagegen tun kannst
Warum habe ich Augenringe und wie bekomme ich sie am schnellsten los? Wir haben alle Infos und Tipps für dich zusammengefasst. Mehr dazu hier.
Die auf dieser Seite bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen, nicht‑individuellen Information zu möglichen, ästhetisch orientierten Lösungsansätzen. Sie stellen keine medizinische Beratung, keine Diagnose und keine Empfehlung zur Behandlung dar. Eine Bewertung des konkreten Einzelfalls kann nur durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal erfolgen. Es wird daher ausdrücklich empfohlen, in jedem Fall eine ärztliche Untersuchung und Beratung einzuholen.
Stress, Schlafmangel, Alkohol – oder steckt bei Augenringen noch mehr dahinter? Wir erklären Dir Ursachen und mögliche Maßnahmen, um sie wieder loszuwerden.
Na, kurze Nacht gehabt? Fast alle kennen solche (leicht spöttischen) Fragen, die einem immer dann gestellt werden, wenn der Blick in den Spiegel wenig Vorteilhaftes verheißt: Dunkle Schatten unter den Augen, besser bekannt als Augenringe, die einen müde, erschöpft oder sogar kränklich aussehen lassen.
Was ist die Ursache für Augenringe?
In den meisten Fällen handelt es sich bei Augenringen um ein kosmetisches und kein medizinisches Problem. Das gilt sowohl für Frauen wie für Männer, die von dem Phänomen gleichermaßen betroffen sind. Grundsätzlich entstehen Augenringe (im Fachjargon ist in diesem Zusammenhang auch von Tränenrinnen, Tränenfurchen oder Halonierung die Rede), weil das Unterhautfettgewebe unter den Augen sehr dünn ist – bis zu sechsmal dünner als die Haut außerhalb des Gesichts.
Diese sensiblen Partien bieten wenig Spannkraft, weshalb sich die darunterliegenden Blut- und Lymphgefäße in dunklerem Farbton zeigen. Das ist besonders dann der Fall, wenn weniger Lymphe die Haut unterpolstert, etwa weil man zu viel Alkohol getrunken hat, was dem Körper Flüssigkeit entzieht. Zum anderen kommt die Blutfarbe zum Tragen, abhängig vom Sauerstoffgehalt. Hoher Sauerstoffgehalt bedeutet hellrotes Blut, Sauerstoffmangel macht es bläulich. Letzteres schimmert dann dunkler durch die Haut in Form von deutlich sichtbaren Augenringen.
Alarmzeichen für die Gesundheit
Auch wenn die dunklen Schatten meist harmlos sind: Sollten sie plötzlich oder besonders stark auftreten, ist es ratsam, zur Sicherheit einen medizinischen Check machen zu lassen. Denn auch ernste organische Krankheiten, Entzündungen oder Allergien können eine Rolle spielen. Wenn etwa das Herz nicht mehr volle Leistung bringt, entsteht ein permanenter Sauerstoffmangel, der sich ebenfalls in dunklen Augenringen zeigen kann. Auch bei Leber- und Nierenproblemen kann sich die Farbe des Bluts ändern, was sich mit Augenringen bemerkbar macht.
Bläulich-violette Augenringe: Das könnte dahinter stecken
Betrachten wir zunächst die häufigste Form von Augenringen: die bläulich-violetten. Gerade in jungen Jahren stehen sie häufig in Zusammenhang mit dem Lebensstil, können auf Stress, Schlafmangel, zu viel Party oder einen Nährstoffmangel hindeuten. Allgemein gesagt: Bläuliche Augenringe signalisieren, dass der Körper Erholung braucht. Beispiel Übermüdung: Wer zu wenig schläft, überstrapaziert seine Augenmuskeln, die dann mehr Sauerstoff benötigen und die Blutgefäße bläulich durch die Haut schimmern lassen.
Schlafmangel ist eine häufige Ursache für bläulich-violett schimmernde Augenringe
Lifestyle & Kosmetik: Was du selbst tun kannst
Augenringe verschwinden lassen – das geht natürlich am schnellsten, indem man sie überschminkt, vorzugsweise mit einem passenden Concealer. Diese Lösung ist aber nur oberflächlich und kurzfristig. Nachhaltiger, aber nicht so leicht in die Tat umzusetzen, ist es, die Warnsignale des Körpers ernst zu nehmen und auf einen gesunden Lebensstil zu achten. Dazu gehören ausreichend Schlaf (7 bis 8 Stunden), eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, täglich mindestens 2 Liter Wasser trinken und mehrfach in der Woche Bewegung.
Was sich hinter rötlichen und bräunlichen Augenringen verbirgt
Das Areal unter den Augen sieht nicht bläulich-verschattet, sondern gerötet aus? Das kann ebenfalls ein gesundheitliches Warnsignal sein. Möglicherweise steckt eine entzündliche Hauterkrankung wie Neurodermitis dahinter oder eine Allergie bzw. Unverträglichkeit. Daher am besten einen Arzttermin vereinbaren, um die Ursachen zu klären und gezielt reagieren zu können.
Augenringe als Warnsignal für Erkrankungen? Fachärzt:innen klären die Ursachen ab
Was steckt hinter bräunlich-gelblichen bis schwarzen Augenringen?
Bei bräunlichen oder ins Schwarze tendierenden Augenringen, die sich nicht nur auf die Zone unter dem Unterlid beschränken, sondern mitunter auch das Oberlid umfassen, liegt häufig eine Hyperpigmentierung vor. Das ist eine Pigmentstörung, bei der zu viel Melanin produziert und in der Haut eingelagert wird, entweder angeboren oder im Laufe des Lebens entstanden (z.B. durch erhöhte UV-Strahlung oder hormonelle Schwankungen). Eine Hyperpigmentierung kann nicht nur an den Augen auftreten, sondern auch an anderen Körperstellen. Auch hier kann die medizinische Ästhetik gegensteuern, etwa mit bleichenden Cremes oder Laserbehandlungen, um die dunklen Pigmente zu zerstören.
Bläulich-violette Augenringe
- Hauptursachen: Lebensstil und Alterungsprozess
- Ästhetische Korrektur z.B. mit Hyaluronunterspritzung
- Ärztliche Beratung, v.a. wenn Augenringe plötzlich verstärkt auftreten und mit anderen Symptomen verbunden sind
Rötliche Augenringe
- In der Regel gesundheitliche Hintergründe
- Mögliche Ursachen z.B. Neurodermitis, Allergie
- Medizinische Diagnose einholen für gezielte Behandlung
Bräunlich-gelbliche bis schwarze Augenringe
- Können neben Unter- auch Oberlid betreffen
- Hauptursachen: Hyperpigmentierung, z.T. auch Erkrankungen
- Rat von Fachärzt:innen, besonders bei weiteren Warnsignalen